×
Buchen Sie Ihre Arzttermine direkt online:Online-Terminbuchung

Nahrungsergänzungsmittel für die Energiegewinnung

Ubichinol
Ubichinol ist die biologisch aktive Form des Coenzyms Q10 und ein zentraler Bestandteil der mitochondrialen Atmungskette. Es ermöglicht den Elektronentransport zwischen den Komplexen I, II und III und trägt dadurch wesentlich zur Bildung von ATP bei. Gleichzeitig wirkt Ubichinol als starkes fettlösliches Antioxidans und schützt die Mitochondrienmembranen vor oxidativem Stress. Da bei Post-COVID und ME/CFS Hinweise auf eine gestörte mitochondriale Energiegewinnung sowie einen erhöhten oxidativen Stress bestehen, kann eine Supplementierung die zelluläre Energiebereitstellung unterstützen und zur Verbesserung von Fatigue und körperlicher Belastbarkeit beitragen.

Acetyl-L-Carnitin
Acetyl-L-Carnitin spielt eine Schlüsselrolle im Energiestoffwechsel, indem es langkettige Fettsäuren in die Mitochondrien transportiert, wo diese zur ATP-Produktion oxidiert werden. Zusätzlich liefert die Acetylgruppe Substrate für den neuronalen Stoffwechsel und unterstützt die Synthese des Neurotransmitters Acetylcholin. Bei Post-COVID und ME/CFS können Störungen der Fettsäureoxidation und der mitochondrialen Funktion zu einer verminderten Energieproduktion beitragen. Acetyl-L-Carnitin kann die mitochondriale Energiegewinnung fördern und sowohl körperliche als auch kognitive Erschöpfung positiv beeinflussen.

D-Ribose
D-Ribose ist ein natürlicher Zucker und ein essenzieller Baustein für Adenosintriphosphat (ATP), Adenosinmonophosphat (AMP) sowie zahlreiche Nukleotide. Nach einer starken energetischen Belastung unterstützt D-Ribose die Neubildung erschöpfter ATP-Speicher und beschleunigt die Regeneration energiereicher Phosphate. Da bei Post-COVID und ME/CFS eine verminderte ATP-Verfügbarkeit beschrieben wurde, kann D-Ribose die zelluläre Energieversorgung unterstützen und möglicherweise Fatigue, Muskelschwäche und Belastungsintoleranz reduzieren.

Taurin
Taurin ist eine schwefelhaltige Aminosäure mit vielfältigen Funktionen im Energiestoffwechsel. Es stabilisiert die Mitochondrienmembran, reguliert den Kalziumhaushalt innerhalb der Zelle und verbessert die Effizienz der oxidativen Phosphorylierung. Darüber hinaus besitzt Taurin antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften und schützt die Mitochondrien vor oxidativen Schäden. Bei Patienten mit Post-COVID und ME/CFS kann Taurin dadurch zur Stabilisierung der mitochondrialen Funktion und zur Verbesserung der zellulären Energieproduktion beitragen.

Magnesiumbisglycinat

Magnesium ist als Cofaktor an mehreren hundert enzymatischen Reaktionen beteiligt und für praktisch alle ATP-abhängigen Stoffwechselprozesse unverzichtbar. Tatsächlich liegt ATP in biologischen Systemen überwiegend als Magnesium-ATP-Komplex vor. Magnesiumbisglycinat zeichnet sich durch eine besonders gute Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit aus. Bei Post-COVID und ME/CFS kann eine ausreichende Magnesiumversorgung die mitochondriale ATP-Produktion unterstützen, die Muskel- und Nervenfunktion stabilisieren und Muskelkrämpfe sowie neuromuskuläre Erschöpfung vermindern.

Selen
Selen ist ein essenzielles Spurenelement und Bestandteil zahlreicher Selenoproteine, darunter die Glutathionperoxidasen und Thioredoxin-Reduktasen. Diese Enzyme schützen Mitochondrien vor oxidativen Schäden und tragen wesentlich zur Aufrechterhaltung einer normalen mitochondrialen Funktion bei. Darüber hinaus unterstützt Selen eine ausgewogene Immunantwort und kann überschießende Entzündungsreaktionen abschwächen. Bei Patienten mit Post-COVID und ME/CFS können eine verminderte antioxidative Kapazität und chronischer oxidativer Stress zur Persistenz der Beschwerden beitragen. Eine ausreichende Selenversorgung unterstützt daher sowohl die mitochondriale Energiegewinnung als auch den Schutz der Zellen vor oxidativer Schädigung.

Zink
Zink ist an mehreren hundert enzymatischen Reaktionen beteiligt und spielt eine wichtige Rolle für den Energiestoffwechsel, die Immunfunktion und den antioxidativen Zellschutz. Es stabilisiert Zell- und Mitochondrienmembranen, unterstützt die Aktivität antioxidativer Enzyme wie der Superoxiddismutase und trägt zur Regulation entzündlicher Signalwege bei. Darüber hinaus beeinflusst Zink die Funktion von T- und B-Lymphozyten sowie die angeborene Immunabwehr. Bei Post-COVID und ME/CFS kann eine ausreichende Zinkversorgung dazu beitragen, oxidativen Stress zu reduzieren, die mitochondriale Funktion zu stabilisieren und die Regeneration des Immunsystems zu unterstützen.

Vitamin D plus Vitamin K2
Vitamin D reguliert zahlreiche Gene, die an der Immunfunktion, der Muskelphysiologie und dem mitochondrialen Energiestoffwechsel beteiligt sind. Vitamin K2 aktiviert dagegen Vitamin-K-abhängige Proteine wie Osteocalcin und Matrix-Gla-Protein, welche den Einbau von Calcium in den Knochen fördern und einer Ablagerung von Calcium in Weichteilen entgegenwirken. Beide Vitamine ergänzen sich somit biologisch sinnvoll. Allerdings konnte bisher nicht eindeutig nachgewiesen werden, dass die Kombination von Vitamin D und Vitamin K2 der alleinigen Vitamin-D-Gabe hinsichtlich Knochen- oder Gefäßgesundheit grundsätzlich überlegen ist, weshalb derzeit keine allgemeine Leitlinienempfehlung für eine routinemäßige Kombination besteht. Interessanterweise gibt es für Vitamin K2 unabhängig von Vitamin D inzwischen erste hochwertige klinische Studien, die einen günstigen Einfluss auf häufige nächtliche Muskelkrämpfe zeigen. In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie führte die tägliche Einnahme von Vitamin K2 (MK-7) über acht Wochen zu einer deutlichen Verringerung der Häufigkeit, Dauer und Intensität nächtlicher Muskelkrämpfe bei älteren Erwachsenen. Ähnliche Ergebnisse wurden zuvor bereits bei Dialysepatienten beobachtet. Der zugrunde liegende Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig geklärt und wird vermutlich durch eine Verbesserung der Calciumregulation innerhalb der Muskelzellen vermittelt. Trotz dieser vielversprechenden Ergebnisse ist die Datenlage derzeit noch begrenzt, sodass Vitamin K2 bislang nicht Bestandteil etablierter Leitlinien zur Behandlung von Muskelkrämpfen ist.

Vitamin B-Komplex
Die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12 übernehmen zentrale Aufgaben im mitochondrialen Energiestoffwechsel. Sie dienen als essenzielle Cofaktoren für den Citratzyklus, die β-Oxidation und die Atmungskette und ermöglichen die Umwandlung von Kohlenhydraten, Fettsäuren und Aminosäuren in ATP. Ein erhöhter Bedarf oder funktionelle Defizite können die Energieproduktion zusätzlich einschränken. Eine ausgewogene Versorgung mit B-Vitaminen unterstützt daher die mitochondriale Funktion und kann bei Post-COVID und ME/CFS zur Verbesserung der zellulären Energieverfügbarkeit beitragen.

Nicotinamid
Nicotinamid ist eine Form von Vitamin B3 und die unmittelbare Vorstufe des Coenzyms Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid (NAD⁺). NAD⁺ ist für zahlreiche Redoxreaktionen sowie für die Energiegewinnung in Citratzyklus und Atmungskette unverzichtbar. Darüber hinaus reguliert NAD⁺ DNA-Reparaturmechanismen und die Aktivität der Sirtuine, die eine wichtige Rolle für die mitochondriale Funktion spielen. Da bei Post-COVID und ME/CFS Hinweise auf einen gestörten NAD⁺-Stoffwechsel bestehen, kann Nicotinamid die zelluläre Energieproduktion und die mitochondriale Regeneration unterstützen.

Omega-3-Fettsäuren
Die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA sind wichtige Bestandteile biologischer Zellmembranen und verbessern deren Fluidität sowie Funktion. Sie modulieren entzündliche Signalwege, reduzieren die Bildung proinflammatorischer Mediatoren und können die Funktion der Mitochondrien positiv beeinflussen. Gleichzeitig verringern sie oxidativen Stress und fördern die Integrität mitochondrialer Membranen. Bei Post-COVID und ME/CFS können Omega-3-Fettsäuren somit zur Reduktion chronischer Entzündungsprozesse beitragen und die zelluläre Energiegewinnung indirekt unterstützen.

Kreatinmonohydrat
Kreatin dient als schnell verfügbarer Energiespeicher in Form von Phosphokreatin und ermöglicht die rasche Regeneration von ATP insbesondere in Muskel- und Nervenzellen. Dadurch überbrückt es Phasen eines erhöhten Energiebedarfs und unterstützt die Funktion energieintensiver Gewebe. Bei Post-COVID und ME/CFS, bei denen häufig eine verminderte ATP-Produktion und Belastungsintoleranz vorliegen, kann Kreatin die zellulären Energiereserven stabilisieren und sowohl die körperliche Leistungsfähigkeit als auch die kognitive Belastbarkeit unterstützen.

N-Acetylcystein plus Glycin
Die Kombination aus N-Acetylcystein (NAC) und Glycin liefert die beiden limitierenden Aminosäuren für die körpereigene Synthese von Glutathion, dem wichtigsten intrazellulären Antioxidans. Glutathion schützt die Mitochondrien vor oxidativen Schäden, stabilisiert die Funktion der Atmungskette und unterstützt die Entgiftung reaktiver Sauerstoffspezies. Da bei Post-COVID und ME/CFS häufig ein erhöhter oxidativer Stress und erniedrigte Glutathionspiegel beschrieben werden, kann die Kombination aus NAC und Glycin die mitochondriale Funktion verbessern und zur Reduktion von Fatigue und neuroinflammatorischen Prozessen beitragen.

Alpha-Liponsäure
Alpha-Liponsäure ist ein schwefelhaltiges Coenzym, das an mehreren Schlüsselenzymen des mitochondrialen Energiestoffwechsels beteiligt ist, insbesondere im Pyruvat- und α-Ketoglutarat-Dehydrogenase-Komplex. Zusätzlich wirkt sie als starkes Antioxidans und regeneriert andere Antioxidanzien wie Vitamin C, Vitamin E und Glutathion. Durch die Verminderung oxidativen Stresses und die Unterstützung der mitochondrialen ATP-Produktion kann Alpha-Liponsäure bei Post-COVID und ME/CFS zur Verbesserung der Energieversorgung sowie neurologischer Symptome beitragen.